Auf dem Weg zur Pflegekammer NRW

Umfrage zur Einrichtung einer Pflegekammer in NRW

Eine Umfrage vom Pflegebündnis Münster

Immer wieder wird kontrovers über die Einrichtung einer Pflegekammer in NRW diskutiert. Die Pflegekammer würde den Fachkräftemangel in der Pflege nicht beheben ist eines von vielen Argumenten gegen die Einrichtung einer Pflegekammer, die dringend nötige berufsständische Vertretung der Pflege sei unabdingbar, sagen deren Befürworter .

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe stellt sich hinter die Einrichtung einer Pflegekammer, während Verdi NRW und die Linke NRW eine Pflegekammer strickt ablehnen.

Zur Meinungsbildung:

Darum brauchen wir Pflegekammer -dbfk.de

Mythos Pflegekammer – verdi.de

Informationen zu Pflegekammer aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW

Das Pflegebündnis Münster richtet sich an die Kolleginnen und Kollegen und fragt:

Brauchen wir eine Pflegekammer?

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3 Gedanken zu „Auf dem Weg zur Pflegekammer NRW“

  1. Es heisst auf dem Weg zur Pflegekammer, dem!

    Und wer den Sinn einer Pflegekammer nicht versteht und sich an einer unsäglichen Zwangdiskussion aufhält, dem kann wirklich keiner mehr helfen. Sich 100 Jahre lang nicht zu bewegen, und nun gegen die eigene Sache plötzlich aufstehen, dass nenne ich extrem peinlich.
    Grosse Teile dieser Berufsgruppe sind mittlerweile so degeneriert, dass sie den Sinn von Kammer und Akademisierung gar nicht verstehen können. Eine Kammer wird ihre Wirkung erst in frühestens 10-20 Jahren entfaltet haben, darum verstehe ich schon, dass eine Schwester Helga die in Kürze in Rente geht, den Mehrwert für sich selbst nicht erkennen mag.
    Aber vielleicht sollte man mal an die berufspolitische Entwicklung dieses Berufes in der Zukunft denken….

    Und wer wird hier überhaupt befragt, der Verein Kammergegner e.v.??
    Es hat doch null repräsentativen Charakter, zumal auch berufsfremde Personen abstimmen können.

    Diese Berufsgruppe ist teilweise so degeneriert, dass es einfach nur noch peinlich ist!
    Ich schäme mich für jeden einzelnen Kammergegner, ausser Schwester Helga, die darf das, die muss das nicht mehr verstehen.

    1. Zu 99,9% Prozent schließe ich mich Hrn. Lutz an, Ausnahme: Schwester Helga, die bald in Rente geht. Irgendwann ist sie Patient bzw. betreute Bewohnerin. Dann wäre die Kammer auch für sie ein Gewinn. Alle profitieren von professioneller, qualitativer und eigenständiger Pflege. Diese gibt es in der Masse nicht ohne Pflegekammer.
      Kollegiale Grüße
      Damaris Meyer

  2. Zum Kommentar von Herrn Lutz:
    Nicht jeder der gegen die Kammer ist, ist degeneriert oder kurz vor der Rente. Ich bin gegen die Pflegekammer und weder degeneriert noch kurz vor der Rente!
    Ich bin schon einige Zeit in meinem Beruf tätig und kenne die Aufgaben und Möglichkeiten der Kammer.
    Durch politische Rahmenbedingungen sind wir da, wo wir heute sind (DRGS Bundespolitik, Investitionstau Landespolitik) Außerdem ist Professionalisierung durchaus auch ohne Kammer möglich, siehe Schweden.
    Es gibt durchaus sachliche Argumente gegen die Kammer.
    Die Aufgaben der Kammer sind nicht dazu gemacht unsere primären Probleme zu lösen. Sie hat die Aufgabe, die zu Pflegenden zu schützen und nur hier in Deutschland wird der Aspekt eine Interessenvertretung für die Pflegenden sein zu wollen, eingebracht.
    Das größte Problem die Patienten zu schützen ist aber hier in Deutschland nicht die mangelnde Professionalität der Pflegekräfte, hier ist das größte Problem, Personalmangel und massive Arbeitsverdichtung! Das aber sind Probleme auf die Kammer keinen Einfluss hat

    Die PFK  haben durch die Kammer keinen direkten Mehrwert , denn sie hat weder  direkten Einfluss auf die Arbeitgeber, also auf die Rahmenbedingungen vor Ort, oder auf die Gehälter und nur bedingt Einfluss auf die politischen Rahmenbedingungen. Die Kammer bekommt auf Landesebene zwar zb. Stimmrecht im Landesausschuss für Krankenhausplanung und in der Landesgesundheitskonferenz, aber dieses Stimmrecht ist wesentlich für Patienten/Bewohner nicht für das Pflegepersonal.  Für das Pflegepersonal wäre ein Stimmrecht im GBA, dem obersten Gremium der Selbstverwaltung, eher wesentlich, dort bekommt aber auch die Bundespflegekammer kein Stimmrecht.und es ist auch nicht vorgesehen ( siehe Antwort des BGM , liegt als Mail vor und kann eingesehen werden)
    Die Datenschutzrechte der Pflegefachkräfte werden für insgesamt 5 Jahre ausgesetzt, laut Gesetzesentwurf.
    Die Registrierung der PFK, ist im Interesse der Landesregierung, nicht aber im Interesse der Pflegefachkräfte.
    Damit kann man nicht von einer Interessenvertretung für die Pflege sprechen.

    Weiter ist für die Pflegekräfte in keinster Weise geklärt welche Folgekosten und sonstige Nachteile/ Folgen entstehen.
    1. Müssen Pflegekräfte ihre Fortbildungen oder Weiterbildungen künftig selber bezahlen und in ihrer Freizeit absolvieren? Da die Kammer nur uns , die Pflegekräfte, nicht aber den Arbeitgeber in die Pflicht rufen kann, ist diese Frage völlig offen. Diese Kosten und diese zusätzliche Zeit die investiert werden muss, kommt ggf. noch zu den Mitgliedsbeiträgen dazu.
    2. Steht die Frage der zusätzlichen Berufshaftpflicht im Raum , siehe Pflegekammer Rheinland-Pfalz, dort gibt es inzwischen zusätzliche Versicherungen die von den Mitgliedern gezahlt werden müssen. Die Pflegekammer kann  nicht sicherstellen, dass die Kosten für zukünftige und veränderte
    Berufshaftpflichtbedingungen weiter von den Arbeitgebern gezahlt werden. 
    Der Aufwand und die Kosten, stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen für die Pflegefachkräfte.

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